Die Zugehörigkeit zu anderen Menschen ist für jeden Menschen Grundvoraussetzung für seine körperliche und seelische Gesundheit. Um sich selbst für andere bedeutsam zu fühlen braucht ein Kind die Erfahrung von anderen geschätzt und geachtet zu werden. Im Kindergartenalter werden andere Menschen neben den engsten Bezugspersonen immer wichtiger. Dazu gehören Altersgenossen aber auch Erziehungspersonen. Im Waldkindergarten Aulendorf fördern wir besonders die Möglichkeiten der Kinder überdauernde verbindliche und tragende Beziehungserfahrungen machen zu können. Dafür sind unserem Erachten nach auch die Rahmenbedingungen von hoher Bedeutung. Wir gewährleisten einen besonders hohen Personalschlüssel und achten darauf, die Stellen der Erziehungspersonen dauerhaft, am besten für mehrere Jahre zu besetzen. Im Waldkindergarten sind die Zeiten am Vormittag, an denen die gesamte Kindergartengruppe zusammen ist besonders lang. Auf diese Weise bleibt einerseits viel Raum für gemeinsame Aktivitäten, andererseits entsteht so eine enge Gruppenbindung, die den Kindern Sicherheit gibt. Die Erziehung im Freien ermöglicht jedem Kind genügend Raum für sich zu finden. Abstand halten, Rückzug, wenn es zu eng wird ist auch räumlich möglich. So kann jedes Kind selbst zwischen Nähe und Distanz wählen. In Natur zeigt sich das enge Aufeinanderangewiesensein. So kann man beispielsweise einen großen Ast nur zusammen bewegen um eine Brücke zu bauen. Durch den täglichen Aufenthalt in der Natur lernen die Kinder Gefühle wie Hunger, Durst, schwitzen, frieren,... kennen. Außerdem hilft das viele eigenständige Handeln den Kindern sich selbst und ihre Gefühle wie Frust, Freude, Wut, Unsicherheit, Angst, ... wahrzunehmen, angemessen mit den eigenen Gefühlen umzugehen und Einfühlungsvermögen und Mitgefühl zu erwerben. Die Erzieherinnen unterstützen die Entwicklung eines angemessenen Sozialverhaltens und achten darauf, die Kinder zu Toleranz, Offenheit und Respekt vor sich, anderen und der Umwelt zu erziehen.

 

 

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